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DHB-Pokal

DHB-Pokal im Handball: Modus, Final4 und Pokalwetten

Im Pokal gibt es keine zweite Chance: Wer verliert, ist raus. Das macht den DHB-Pokal anfälliger für Überraschungen als die Liga, und für Wetten zu einem eigenen Fall.

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Der Modus

Der DHB-Pokal wird im K.-o.-System ausgetragen. In jeder Runde gibt es ein Spiel, der Sieger kommt weiter. Die letzten vier Mannschaften spielen den Titel bei einem Finalturnier aus, dem Final4.

Steht es nach 60 Minuten unentschieden, fällt die Entscheidung in Verlängerung oder Siebenmeterwerfen, wie es die Durchführungsbestimmungen für die jeweilige Runde vorsehen. Ein Remis wie in der Liga gibt es im Pokal nicht.

Das Final4

Halbfinale und Finale werden an einem Wochenende gespielt. Das Final4 2026 fand am 18. und 19. April 2026 in der LANXESS arena in Köln statt, mit dem Bergischen HC, dem SC Magdeburg, dem TBV Lemgo Lippe und den Füchsen Berlin. Zwei Spiele in zwei Tagen sind für die Teams eine besondere Belastung: Wer am Samstag ein enges Halbfinale mit Verlängerung spielt, geht mit weniger Kraft ins Finale.

Warum der Pokal anders ist

In einem einzelnen K.-o.-Spiel hat der Außenseiter bessere Chancen als über eine ganze Saison, weil sich ein schwacher Abend des Favoriten nicht mehr ausgleichen lässt. In der Liga gleicht sich so ein Ausrutscher über 34 Spieltage aus, im Pokal entscheidet er die Runde.

Hinzu kommt die Belastung. Pokalrunden werden oft unter der Woche gespielt, und Spitzenteams setzen nicht in jeder frühen Runde ihre stärkste Aufstellung ein.

Wetten auf Pokalspiele

Bei Pokalspielen ist der Unterschied zwischen zwei Märkten besonders wichtig. Die 3-Weg-Wette wertet nur die 60 Minuten. Endet das Spiel nach regulärer Zeit unentschieden, gewinnt das X, auch wenn danach ein Team in der Verlängerung weiterkommt. Wer auf das Weiterkommen setzen möchte, wählt den eigenen Markt dafür, der auch die Entscheidung nach der regulären Spielzeit wertet, einschließlich Verlängerung und Siebenmeterwerfen.

Langzeitwetten auf den Pokalsieger laufen bis zum Final4 und werden nach dem Finale abgerechnet.

Außenseiter im Pokal

Im Pokal treffen Bundesligisten früh auf Teams aus der 2. Bundesliga oder darunter. Die meisten dieser Spiele gewinnen die Favoriten, aber nicht alle. Ein Zweitligist mit voller Halle und einem Torhüter in Bestform kann einen Bundesligisten an einem Abend ärgern, besonders wenn dieser drei Tage zuvor im Europapokal gespielt hat und Leistungsträger schont.

Für Wetten bedeutet das: Die Quoten auf die Favoriten sind in frühen Pokalrunden oft sehr niedrig, und die Handicap-Linien breit. Ob ein Favorit das Handicap erreicht, hängt stark davon ab, wie ernst er die Partie nimmt.

Der Weg zum Final4

Je weiter der Wettbewerb fortschreitet, desto stärker werden die Gegner. Im Viertelfinale stehen meist nur noch Bundesligisten. Ab hier ähneln Pokalspiele den Spitzenspielen der Liga, mit dem Unterschied, dass es kein Rückspiel gibt. Ein einzelnes schwaches Spiel bedeutet das Aus.

Langzeitwetten auf den Pokalsieger

Wetten auf den Pokalsieger laufen über mehrere Monate. Am Anfang ist das Feld groß, die Quoten auf die Favoriten liegen trotzdem niedrig, weil der Weg für sie meist über klassenniedrigere Gegner führt. Spannender werden diese Wetten nach der Auslosung des Viertelfinals, wenn klar ist, welche Duelle anstehen. Mehr zu dieser Wettart unter Langzeitwetten.

Der Pokal im Saisonkalender

Die Pokalrunden sind über die Saison verteilt und fallen oft in Wochen, in denen auch Bundesliga und Europapokal laufen. Für die Teams bedeutet das eine dichte Folge von Spielen. Vor einer Pokalwette lohnt deshalb ein Blick darauf, was für die beiden Teams in den Tagen davor und danach ansteht.

Ein Bundesligist, der am Wochenende ein Spitzenspiel hat, wird ein Pokalspiel unter der Woche gegen einen Zweitligisten anders angehen als ein Viertelfinale gegen einen direkten Konkurrenten. Das zeigt sich nicht in der Aufstellung, die erst kurz vor dem Spiel feststeht, aber oft schon in den Quoten.

Das Final4 als Saisonhöhepunkt

Für viele Teams ist das Final4 neben der Meisterschaft das wichtigste Ziel der Saison. Ein Titel an einem Wochenende, vor vollen Rängen, mit zwei Spielen in zwei Tagen: Das ist ein anderes Format als der Ligaalltag, und es hat schon mehrfach Sieger hervorgebracht, mit denen vor dem Turnier wenige gerechnet hatten.

Pokalwetten und Spielplan

Pokalspiele werden kurzfristiger angesetzt als Ligaspiele. Die Paarungen stehen erst nach der Auslosung fest. Die Märkte erscheinen deshalb oft erst wenige Tage vor dem Spiel. Wer auf einen bestimmten Pokalabend wetten möchte, findet das Angebot meist in der Woche des Spiels.

Ein Wettbewerb mit eigener Geschichte

Der DHB-Pokal bringt Teams aus allen Ligen zusammen. Für viele kleinere Vereine ist ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten der Höhepunkt der Saison, und die Halle ist an solchen Abenden oft voller als bei jedem Ligaspiel.

Häufige Fragen

Wie funktioniert der DHB-Pokal?

Im K.-o.-System: Jede Runde besteht aus einem Spiel, der Sieger kommt weiter. Die letzten vier Teams spielen den Titel bei einem Finalturnier aus.

Wo fand das letzte Final4 statt?

Das Final4 2026 wurde am 18. und 19. April 2026 in der LANXESS arena in Köln ausgetragen.

Zählt bei Pokalwetten die Verlängerung?

Bei der 3-Weg-Wette nicht, sie wertet nur 60 Minuten. Für das Weiterkommen gibt es einen eigenen Markt, der die Entscheidung nach der regulären Spielzeit einschließt.

Spielen Zweitligisten im DHB-Pokal mit?

Ja, im Pokal treten auch Teams aus unteren Ligen an. In den frühen Runden treffen sie oft auf Bundesligisten.