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Halbzeitwetten

Halbzeitwetten im Handball: was in den ersten 30 Minuten zählt

Die erste Halbzeit ist im Handball oft die ehrlichere: Beide Teams spielen mit ihren besten Spielern, und noch nimmt niemand Rücksicht auf den Spielstand.

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Die Märkte für eine Halbzeit

Für die erste Halbzeit gibt es die gleichen Märkte wie für das ganze Spiel, nur über 30 Minuten: die 3-Weg-Wette auf den Stand zur Pause, ein Handicap und Über/Unter auf die Tore. Die Linien sind entsprechend kleiner. Viele Anbieter führen zusätzlich Märkte für die zweite Halbzeit, bei der nur die Tore nach der Pause zählen.

Dazu kommt die Kombination Halbzeit/Endstand. Sie tippen, wer zur Pause führt und wer am Ende gewinnt. Das ergibt neun mögliche Ausgänge, von Heim/Heim bis Gast/Gast, mit entsprechend höheren Quoten.

Warum die erste Halbzeit anders läuft

In der ersten Halbzeit stehen meist die Stammspieler auf dem Feld, und beide Teams spielen ihr normales System. Taktische Wechsel, Schonung von Leistungsträgern und das bewusste Verlangsamen eines entschiedenen Spiels kommen fast nur in der zweiten Halbzeit vor.

Das macht die erste Halbzeit gleichmäßiger. Ein Favorit, der überlegen ist, zeigt das in den ersten 30 Minuten meist auch. Wie groß der Abstand nach 60 Minuten wird, hängt dagegen stärker davon ab, ob er in der Schlussphase noch weiterspielt.

Unentschieden zur Pause

Ein Gleichstand zur Pause kommt häufiger vor als nach 60 Minuten. Bis dahin ist nur ungefähr die Hälfte der Tore gefallen, die Abstände sind entsprechend kleiner, und ein Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff ist keine Seltenheit. Die Quote auf das X zur Halbzeit fällt deshalb niedriger aus als für das ganze Spiel.

Zeitstrafen in der ersten Halbzeit

Zwei Zeitstrafen gegen dasselbe Team in kurzer Folge können eine Halbzeit kippen. Über 30 Minuten wiegen solche Phasen schwerer als über 60, weil weniger Zeit bleibt, sie auszugleichen. Das gilt in beide Richtungen: Halbzeitwetten reagieren empfindlicher auf einzelne Spielszenen.

Abrechnung

Wetten auf die erste Halbzeit werden zur Pause abgerechnet. Wird ein Spiel in der zweiten Halbzeit abgebrochen, bleiben sie bei den meisten Anbietern gültig, Wetten auf das ganze Spiel dagegen nicht unbedingt. Die genaue Regel steht in den Bedingungen des Anbieters.

Ein Beispiel: Halbzeit/Endstand

Bei der Wette Halbzeit/Endstand gibt es neun Kombinationen. Am wahrscheinlichsten sind meist die, bei denen der Pausenführende auch gewinnt, also Heim/Heim oder Gast/Gast. Seltener, und deshalb mit höheren Quoten, sind die Wenden: ein Team, das zur Pause zurückliegt und am Ende gewinnt.

Im Handball sind solche Wenden häufiger, als viele vermuten, weil ein Rückstand von zwei oder drei Toren in wenigen Minuten aufgeholt werden kann. Ein Team, das zur Pause knapp hinten liegt, ist deshalb nicht abgeschrieben. Deutliche Rückstände von fünf oder mehr Toren zur Pause werden dagegen seltener aufgeholt.

Torlinien für die erste Halbzeit

Über/Unter für die erste Halbzeit ist der populärste Halbzeitmarkt. Die Linien liegen ungefähr bei der Hälfte der Linie für das ganze Spiel, oft etwas darunter. Die erste Halbzeit ist im Schnitt nicht torreicher als die zweite. In der zweiten Halbzeit kommen aber die Schlussphasen dazu, in denen Teams in Rückstand mehr riskieren, und das kann die Torzahl erhöhen.

Mannschaften, die mit einer offensiven Abwehr beginnen, erzwingen früh Ballverluste und Gegenstöße. Das macht sich in der ersten Halbzeit oft stärker bemerkbar, weil die Abwehr später müde wird oder umgestellt wird.

Wann Halbzeitwetten passen

Halbzeitwetten passen zu Spielen, in denen die zweite Halbzeit schwer einzuschätzen ist. Etwa wenn ein Favorit wenige Tage später ein wichtiges Spiel hat und in der zweiten Halbzeit wahrscheinlich Leistungsträger schont. Die erste Halbzeit bildet dann das Kräfteverhältnis genauer ab als das Endergebnis.

Die zweite Halbzeit als eigener Markt

Einige Anbieter führen auch Märkte nur für die zweite Halbzeit. Gewertet werden dabei ausschließlich die Tore nach der Pause, der Stand zur Halbzeit spielt keine Rolle. Das klingt nach einer kleinen Variante, verändert die Einschätzung aber deutlich: In der zweiten Halbzeit werden Spiele entschieden, Trainer wechseln, und Teams in Rückstand gehen mehr Risiko. Ein Favorit, der zur Pause klar führt, gewinnt die zweite Halbzeit nicht automatisch. Platziert wird auch diese Wette vor dem Anpfiff, die Einschätzung beruht also auf denselben Informationen wie jede andere Vorab-Wette. Abgerechnet wird sie erst nach dem Ende der regulären Spielzeit, eine Verlängerung in K.-o.-Spielen zählt nicht zur zweiten Halbzeit.

Halbzeitwetten bei Turnieren

Bei Welt- und Europameisterschaften sind Halbzeitmärkte für fast alle Spiele verfügbar. In Vorrundenspielen mit klarem Favoriten ist die erste Halbzeit oft der aussagekräftigere Markt, weil der Favorit früh Tempo macht und in der zweiten Halbzeit wechselt. In engen Spielen der Hauptrunde gleichen sich die Halbzeiten dagegen eher an.

Häufige Fragen

Was ist eine Halbzeitwette?

Eine Wette, die nur eine Halbzeit wertet, meist die erste. Es gibt sie als 3-Weg-Wette, als Handicap und als Über/Unter auf die Tore.

Was ist die Wette Halbzeit/Endstand?

Sie tippen den Führenden zur Pause und den Sieger nach 60 Minuten zugleich, etwa Heim/Heim oder Unentschieden/Gast. Beide Teile müssen stimmen.

Was passiert, wenn ein Spiel in der zweiten Halbzeit abgebrochen wird?

Wetten auf die erste Halbzeit bleiben in der Regel gültig, wenn diese vollständig gespielt wurde. Maßgeblich sind die Wettregeln des Anbieters.

Wie hoch liegen die Torlinien für die erste Halbzeit?

Ungefähr bei der Hälfte der Linie für das ganze Spiel, oft etwas darunter. Die genaue Linie hängt vom Tempo der beiden Teams ab.